Reifenkennzeichnung

Jedes Fahrzeug darf nur bestimmte und vom Kraftfahrzeugbundesamt zugelassene Reifen fahren. Die Kennzeichnungen auf einem Reifen haben folgende Bedeutungen.

 

  1. Reifenhersteller
  2. Reifentyp
  3. Reifenbreite
  4. Verhältnis Höhe zu Breite
  5. Radialreifen
  6. Felgendurchmesser
  7. Tragfähigkeitskennzahl
  8. Geschwindigkeits-Index
  9. Tubeless (Schlauchloser Reifen)
  10. DOT-Nummer (Herstelldatum)
  11. Abnutzungsanzeiger
  12. Hinweis für Winter- und Ganzjahresreifen
  13. Laufrichtung
  14. Runderneuerte Reifen
  15. ECE-Prüfzeichen

 

 

1 Reifenhersteller

Auf jedem Reifen finden Sie den Markenhersteller

2 Reifentyp

Neben dem Herstellernamen finden Sie auf dem Reifen den vom Hersteller vergebenen Typennamen

3 Reifenbreite

Die Reifenbreite, oder auch Lauffläche, wird in Millimetern angegeben und wird 10 mm Schritten abgestuft (z.B. 185 mm, 195 mm, 205 mm).

4 Verhältnis Höhe zu Breite

Diese Zahl gibt das prozentuale Verhältnis von Höhe zu Breite des Reifenquerschnittes an. Z.B. /65 bedeutet, dass die Reifenhöhe 65 Prozent der Reifenbreite entspricht. Je niedriger die Verhältniszahl desto niedriger die Reifenflanke.

5 Radialreifen

‚R‘ steht für die heute übliche Reifenbauart ‚Radial‘. Hierbei wird der Reifenunterbau radial aufgebaut und hat radial angeordnete Karkassfäden.

Autoreifen für Oldtimer haben anstelle des „R“, ein „D“, für Diagonalreifen. Grundsätzlich dürfen an einem Auto nur Autoreifen gleicher Bauart montiert sein. Eine Mischung aus „R“ für radial und „D“ für Diagonal, ist nicht erlaubt.

Dann gibt es noch die Bezeichnung RF. Run- Flat- Tire ist die fachspezifische Bezeichnung von Reifen mit Notlaufeigenschaften. Im Gegensatz zu konventionellen Reifen besitzt ein RunFlat Reifen eine selbsttragende, verstärkte Seitenwand.

6 Felgendurchmesser

Der Felgendurchmesser entspricht der Höhe der Felge, gemessen diagonal von Felgenrand zu Felgenrand und wird (meist) in Zoll („) angegeben. 1 Zoll (1“) entspricht 2,54 cm.

Bei neuartigen Rad-Reifen-Systemen werden die Felgendurchmesser z. T. in Millimeter angegeben.

7 Tragfähigkeitskennzahl

Der Tragfähigkeitskennzahl (2-stellige Zahl) gibt bei Autoreifen die zulässige maximale Achslast in Kilogramm pro Reifen an. Mit Hilfe einer Tabelle kann die zulässige Höchstlast je Reifen in Kilogramm bestimmt werden. Ein Reifen mit höherem Wert darf verwendet werden.
Tragfaehigkeit

8 Geschwindigkeits-Index

Der Geschwindigkeitsindex gibt die zulässige Höchstgeschwindigkeit an, die mit dem Reifen gefahren werden darf.

Das Kürzel ZR gilt generell für Reifen über 240 km/h und ist oft noch mit einem Zusatz versehen. Beispiel: 225/45 ZR 17 Y. Ist der Zusatz in Klammern versehen (z.b 295/30 R 21 (Y) ) darf der Reifen über 300 km/h gefahren werden.

Die folgende Tabelle entspricht der Index-Einteilung für Pkw´s.

Geschwindigkeitsindex

9 Tubeless (Schlauchloser Reifen)

Ein Reifen mit der Kennzeichnung „Tubeless“ ist ein schlauchloser Reifen.

Schlauchlose Reifen dichten sich auf der Felge selbst ab. Sie sind innen mit einer abdichtenden Gummischicht überzogen.

Sie sind heute im PKW- und Motorradbereich üblich.

10 DOT-Nummer (Herstelldatum)

Die Abkürzung DOT steht für das US-amerikanische Verkehrsministerium Department of Transportation, das diese Kennzeichnung eingeführt hat und ist eine Zahlen- und Ziffernfolge, die u.a. das Herrstelldatum angibt.

  • Die ersten beiden Zeichen (Plantcode) bezeichnen das Herstellungswerk
  • Die nächsten beiden Zeichen (Sizecode) stehen (bei Neureifen) für die Reifengröße
  • Es folgt ein optionaler, herstellerspezifischer Code (Typecode), aus dem auch die Handelsmarke ablesbar sein muss, falls sie sich nicht aus dem Plantcode ergibt
  • Die letzten 4 Ziffern (früher 3) stehen für die Produktionswoche. Die ersten beiden kennzeichnen die Kalenderwoche, die letzten beiden das Herstellungsjahr

Runderneuerte Reifen tragen auf ihrer Flanke zusätzlich die Angabe R (runderneuert)oder entsprechende Bezeichnungen.

11 Abnutzungsanzeiger

Auf der Reifenseite weist ein kleiner Pfeil mit dem Kürzel ‚TWI‘ (Treadwear Indicator) oder einem anderen Zeichen zur Lauffläche.

Folgt man dem Pfeil, findet man zwischen dem Profil der Lauffläche kleine Stege, an denen man erkennen kann, ob die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 mm unterschritten wird

12 Hinweis für Winter- und Ganzjahresreifen

Winterreifen sind an der Angabe ‚M+S‘ oder ähnlichen Abkürzungen erkennbar und sind zusätzlich mit einer Schneeflocke gekennzeichnet.

Ganzjahresreifen enthalten auch die Angabe M+S.

Zusätzlich werden diese Reifen mit 4 Symbolen gekennzeichnet: Sonne, Laub, Regen und Schnee.

Zudem kann bei M+S-Reifen der Geschwindigkeitsindex des Reifens niedriger sein als in den Fahrzeugpapieren eingetragen. Darauf muss aber mit einem deutlich sichtbaren Aufkleber im Sichtfeld des Fahrers hingewiesen werden.

13 Laufrichtung

Es gibt Autoreifen mit und ohne Laufrichtungsbindung. Bei Reifen mit laufrichtungsgebundenem Profil gibt es auf der Seitenwand einen Pfeil oder einen Hinweis (z.B. Rotation oder direction), der die vorgeschriebene Drehrichtung angibt.

Wird ein solcher Reifen in falscher Laufrichtung montiert, wird Wasser nicht mehr richtig verdrängt, sondern unter das Rad gedrängt (Aquaplaning Gefahr)

Eventuell führt dies auch zu übermäßiger Geräuschentwicklung und höherem Verschleiß. Im Extremfall kann es zu einem Reifenschaden kommen.

Die Pfeilspitze muss zur Fahrzeugfront hin zeigen.

15 ECE-Prüfzeichen

Das „ECE-Prüfzeichen“ wird als „E“ oder „e“ in einem kleinen Runden Fenster dargestellt, und bestätigt die Einhaltung der europäischen ECE- R 30 Norm.

Die Zahl steht hierbei für das Prüfungsland.